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		<title>Christine Westermann - Aktuelles</title>
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			<title>»Schlag nach bei Tolstoi«</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/04/19/schlag-nach-bei-tolstoi/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;»Westermanns Welt«, Kolumne, buchjournal, 1/2012&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Die Frage ist doch, wie fange ich es jetzt an. Wie kriegt diese Kolumne einen gescheiten Beginn. Und wenn schon nicht gescheit, dann wenigstens amüsant oder überraschend.&lt;br /&gt;
Neulich haben sie in der „Süddeutschen Zeitung“ Hellmuth Karasek interviewt. Zu der Frage, wie wichtig der erste Satz ei­ner Geschichte ist. Zum Beispiel einer wie dieser: „Ich bin gera­de auf dem Weg zum Emir.“ Kommt harmlos daher, baut aber eine enorme Bedeutungskulisse auf. Da ist einer immerhin so wichtig, dass er sich gleich mit einem Emir treffen kann. So weit Karaseks literarische Analyse. Das Ganze könne also durchaus noch das Zeug zu einem Drama haben. Vielleicht aber auch nicht.&lt;/p&gt;
                                	&lt;p&gt;„Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglück­liche Familie hingegen ist unglücklich auf ihre besondere Art.“ So beginnt Leo Tolstoi seine „Anna Karenina“. Ungeheure Span­nung baue das auf, findet Karasek, schon ist der Leser gefangen und nach 1014 Seiten hin und weg. „Anna Karenina“ gehört zu seinen Lieblingsromanen.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Noch hat Daniel Glattauer&lt;/strong&gt;, der Bestsellerautor von „Gut gegen Nordwind“ nicht ganz die literaturhistorische Bedeutung von Tolstoi erreicht, aber einen Anfang musste schließlich auch er machen. Die Geschichte seines neuen Romans „Ewig Dein“ beginnt mit einem Mann, der in der Käseabteilung eines Supermarktes einer Frau mit seinem Einkaufswagen in die Ha­cken rauscht. Um diesen simplen Fakt in eine schöne Form zu gießen, brauchte es am Ende nur 15 Wörter: „Als er in ihr Leben trat, verspürte Judith einen stechenden Schmerz, der gleich wieder nachließ.“ Um diese 15 Wörter hat der Autor allerdings mehr als einen Monat gerungen. Die Erleichterung hätte nicht größer sein können, als der erste Satz endlich auf dem Papier stand.&lt;br /&gt;
Er hat mir das neulich mal in einem Interview erzählt. Danach bin ich in mich gegangen und habe mich gefragt, ob ich nicht vielleicht doch geduldiger, gelassener sein sollte beim Bücher­ lesen. Den ersten Satz eben nicht so wichtig nehmen. Und ein Buch auch nicht schon (?) nach 30, 40 Seiten beiseitelegen, nur weil es mein Interesse bis dahin noch nicht wecken konnte.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Uwe Tellkamp, sagen die Leute,&lt;/strong&gt; habe mindestens 80 Seiten gebraucht, bis seine Geschichte vom Turm endlich anfing. Das sei zu Beginn also ziemlich öde und mühsam gewesen. Der Rest des Buches hingegen, immerhin noch über 900 Seiten, sei über­ragend erzählt und geschrieben.&lt;br /&gt;
80 Seiten Anlauf, um dann den ganz großen literarischen Wurf zu landen?&lt;br /&gt;
Möglich.&lt;br /&gt;
Ich kann es nicht beurteilen. Ich habe sein Buch nicht gelesen. Was? Die Westermann schreibt Kolumnen für das Buchjournal und kennt einen deutschen Buchpreisträger nicht? Stimmt.&lt;br /&gt;
Vielleicht war der Beginn dieser ersten Kolumne nur mäßig, aber wenn das kein überraschendes Ende ist, weiß ich auch nicht.&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 12:00:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/04/19/schlag-nach-bei-tolstoi/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Kolumnistin für das »Buchjournal«</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/04/18/kolumnistin-fuer-das-buchjournal/</link>
			<description>
					&lt;p style=&quot;clear:right; display:block;&quot; class=&quot;fright&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.buchjournal.de/519366/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/BJ_2012_01_U1_preview.jpg.728362.jpg&quot; title=&quot;Externer Link: Cover Buchjournal Heft1, 2012 &quot; alt=&quot;Externer Link: Cover Buchjournal Heft1, 2012 &quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;200&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Christine Westermann wird das Buchjournal in diesem Jahr mit ihren Kolumnen begleiten. Für die aktuelle Ausgabe haben wir die Journalistin &lt;a href=&quot;http://www.buchjournal.de/519770/&quot;&gt;in Köln besucht&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Das Buchjournal erhalten Sie bei Ihrem Buchhändler.&lt;/p&gt;
                                
			</description>
			<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 00:00:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/04/18/kolumnistin-fuer-das-buchjournal/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Patrick Modiano- Im Café der verlorenen Jugend</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/04/08/patrick-modiano-im-caf-der-verlorenen-jugend/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;WDR&lt;/span&gt; 2 Buchtipp,  08.04.2012&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2012/02/26/megan-abbott-das-ende-der-unschuld/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/modiano102_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover: Patrick Modiano- Im Café der verlorenen Jugend&quot; alt=&quot;Cover: Patrick Modiano- Im Café der verlorenen Jugend&quot; width=&quot;512&quot; height=&quot;288&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Im Café der verlorenen Jugend in Paris, zwischen all den jungen und mittelalten Männern, die rauchen, trinken, übers Leben reden, taucht eines Tages eine junge Frau auf. Sie mischt sich unter die Leute, gibt aber ihren Namen nicht preis, bald wird sie von allen im Lokal nur Louki genannt und gehört irgendwie dazu.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Im Café der verlorenen Jungend glaubt sich Louki geborgen, nicht wissend, dass ihr Mann, den sie wortlos verlassen hat, einen Detektiv beauftragt hat, um sie zu suchen.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Der Autor&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Patrick Modiano, geboren 1945, ist einer der bekanntesten und bedeutendsten französischen Schriftsteller der Gegenwart. Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Prix Goncourt (von der Bedeutung vergleichbar mit dem deutschen Buchpreis) und dem Romanpreis der Academie francaise.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Im Cafe der verlorenen Jungend glaubt sich Louki geborgen, nicht wissend, dass ihr Mann, den sie wortlos verlassen hat, einen Detektiv beauftragt hat, um sie zu suchen.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Ich habe das diesmal so gemacht. Mich hatte allerdings auch ein Zitat auf dem Buchdeckel verführt: &amp;#8220;Nirgends wird Paris so wehmütig, so schön und so französisch besungen wie bei Partrick Modiano&amp;#8221;. Danach habe ich auf Klappentext und Inhaltsangabe verzichtet und das war genau richtig so. Manchmal gibt es solche Bücher, über die man nichts vorher erzählen muss.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Man verliebt sich nach zwei Seiten in die Art, wie einer schreibt und beschreibt. Wie er einen mit seiner Sprache einfängt und nicht wieder loslässt. Eine Geschichte wie eine Bleistiftzeichnung, manches wird nur sachte skizziert, anderes verblasst unmerklich. Vieles bleibt bis kurz vor Schluss leicht verschwommen, als müsse man eine Brille aufsetzen, um klar sehen zu können. Aber eine Brille will man nicht. So wie es ist, ist es gut. Was für eine schöne Geschichte. Und was für ein Schluss. Für mich bislang das schönste Buch im Frühjahr 2012.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Patrick Modiano&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Im Café der verlorenen Jugend&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Hanser&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 978-3-446-23856-5&lt;br /&gt;
Preis: 16,90 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 08 Apr 2012 12:41:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/04/08/patrick-modiano-im-caf-der-verlorenen-jugend/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Andrea Maria Schenkel - Finsterau</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/03/25/andrea-maria-schenkel-finsterau/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;WDR&lt;/span&gt; 2 Buchtipp,  23.03.2012&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Die Handlung spielt im Jahre 1947 in einem kleinen Nest im bayerischen Wald. Afra ist die einzige Tochter eines Tagelöhners. Mit 14 haut sie von zu Hause ab, flieht vor ihrem  Vater, der sie regelmäßig verprügelt. Als sie schwanger wird und nicht weiß wohin, kommt sie zu ihren Eltern zurück, bringt einen kleinen Jungen zur Welt. Das Geld reicht hinten und vorne nicht, Afra streitet viel mit ihrem Vater, der sich wegen seiner Tochter und ihres unehelichen Kindes im Dorf schämt.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2012/02/26/megan-abbott-das-ende-der-unschuld/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/finsterau102_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover: Andrea Maria Schenkel - Finsterau&quot; alt=&quot;Cover: Andrea Maria Schenkel - Finsterau&quot; width=&quot;512&quot; height=&quot;288&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
                                	&lt;p&gt;Als die junge Frau erschlagen im Haus der Eltern gefunden wird und ihr kleiner Sohn so schwer verletzt ist, dass er wenig später stirbt, wird der Vater verhaftet und verurteilt. Knapp zwanzig Jahre später taucht ein neuer Zeuge auf, der Fall wird noch einmal aufgerollt.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Das Dorf Finsterau gibt es tatsächlich. Als sich Andrea Maria Schenkel mal im Bayerischen Wald verfahren hatte, entdeckte sie das Nest, der Name gefiel ihr so gut, dass sie ihn zum Titel ihres neuen Buches machte. Und die Geschichte von der erschlagenen jungen Frau, ihrem kleinen Sohn und dem Vater, der ins Gefängnis ging, gibt es auch. Ein historischer Mordfall, aus dem Andrea Maria Schenkel eine Kriminalgeschichte macht.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Sie erzählt aus verschiedenen Perspektiven: Der des Mordopfers, des Angeklagten, des ermittelnden Polizisten. Sie zitiert aus Zeitungsartikeln und Verhörprotokollen. Dabei springt sie in den Zeitebenen hin und her, von der Gegenwart in die Vergangenheit und  wieder zurück.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Autorin&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;ist 50 Jahre alt, lebt in Regensburg und war erst einmal Hausfrau. Bis sie vor sechs Jahren zur international gefeierten Bestsellerautorin wurde: Ihr Roman &amp;#8220;Tannöd&amp;#8221; verkaufte sich über eine Million Mal, wurde in zwanzig Sprachen übersetzt, verfilmt und mit mehreren renommierten Krimipreisen ausgezeichnet.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Das könnte kompliziert und verwirrend werden, wird es aber nicht. Genau das Gegenteil passiert. Es entsteht eine ungeheuer spannende Atmosphäre, während man nach und nach begreift, was eigentlich wirklich passiert ist. Und warum. Die einfachen Sätze, mit denen die Geschichte erzählt wird, kommen mit beklemmender Wucht daher.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;&amp;#8220;Eiskalt&amp;#8221;, hat ein Kritiker geschrieben, &amp;#8220;sind diese  Sätze und erfassen dennoch das ungeheuerliche von Gewalt zwischen zwei Menschen&amp;#8221;.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Die Auflösung ist nicht wirklich überraschend, das Ende nicht spektakulär. Dafür sind es die 123 Seiten davor.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Andrea Maria Schenkel&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Finsterau&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Hoffmann und Campe&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 978-3-45540381-7&lt;br /&gt;
Preis: 16,99 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 25 Mar 2012 12:41:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/03/25/andrea-maria-schenkel-finsterau/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Katrin Seddig - Eheroman</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/03/11/katrin-seddig-eheroman/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;WDR&lt;/span&gt; 2 Buchtipp,  11.03.2012&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Die Szenen einer Ehe &amp;#8211; großartig erzählt von Katrin Seddig. Wenn man diesen Roman gelesen hat, weiß man einmal mehr welche Richtung Menschen in Sachen Liebe oft einschlagen: Endstation Sehnsucht.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2012/02/26/megan-abbott-das-ende-der-unschuld/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/eheroman103_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover:Katrin Seddig - Eheroman&quot; alt=&quot;Cover:Katrin Seddig - Eheroman&quot; width=&quot;512&quot; height=&quot;288&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
                                	&lt;p&gt;Es ist der Roman über eine Ehe, irgendwo in Deutschland. Zwischen  Danilo und Ava. Ava, ein ungewöhnlicher Vorname und so, eben bloß nicht gewöhnlich, hat sich schon als Teenager ihre Zukunft vorgestellt. Anders sollte das Leben werden, nicht so eng und farblos wie bei den Eltern.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Als sie zwanzig ist, zieht Danilo bei ihr ein. 16 Jahre alt und schon lange in sie verliebt. Sie hofft, dass er aus ihrem gemeinsamen Leben etwas Besonderes machen kann. Ganz sicher ist sie sich nicht. Sie ist Krankenschwester, er studiert, wird Journalist, einer von den besonders Intellektuellen. Aus Zusammenlieben wird Zusammenleben, sie rutschen ab in den Alltag, sind bereits lebendig begraben in ihrer Beziehung, als sie beschließen zu heiraten.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Autorin&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;ist 43 Jahre alt, hat in Hamburg Philosophie studiert, lebt dort, erzieht ihre Kinder allein. Für ihr erstes Buch hat sie den Förderkreis der Stadt Hamburg bekommen. Das neue Buch ist ihr drittes.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Ich weiß nicht, wem ich das Buch mehr empfehlen möchte. Den neu Verliebten oder langjährigen Ehepaaren. Den gerade Getrauten oder den frisch Geschiedenen. Singles oder Familienmenschen. Den Treulosen oder den Monogamen. Allen liebend gern, denn es ist ein Buch für alle Lebenslagen.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Eine Geschichte wie aus dem richtigen Leben: Junger Mann, junge Frau tasten sich erstmal zögernd vor, in Richtung Liebe, was immer auch sie dafür halten. Es gibt für Ava den einen Mann, aber ob der für immer genug sein mag, der Mann für’s Leben also, das weiß sie nicht. Er, Danilo, ist sich bei Ava, der Frau seines Lebens, fast sicher, aber das wird ihm später nicht mehr helfen.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Szenen einer Ehe: die Wortlosigkeit, die Trägheit, die heftigen und die lächerlichen Krisen, die wenigen aufregenden, schönen Momente. All das wird großartig erzählt: drastisch, erotisch, spannend, dramatisch, tragisch und komisch. Es ist ein beeindruckendes, ein wirklich sehr empfehlenswertes Buch. Und wenn man den Schluss gelesen hat, weiß man einmal mehr, welche Richtung Menschen in Sachen Liebe oft einschlagen: Endstation Sehnsucht.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Katrin Seddig&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eheroman&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Rowohlt, Berlin&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 9783871347368&lt;br /&gt;
Preis: 19,95 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 11 Mar 2012 12:41:00 +0100</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/03/11/katrin-seddig-eheroman/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Megan Abbott - Das Ende der Unschuld</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/02/26/megan-abbott-das-ende-der-unschuld/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;WDR&lt;/span&gt; 2 Buchtipp,  26.02.2012&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;In diesem Krimi geht es um das Erwachsenwerden, um Väter und Töchter, Familie und Freundschaft, um Lügen und Geheimnisse. Hochspannend, auf eine sehr sanfte Art, findet Christine Westermann.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2012/02/26/megan-abbott-das-ende-der-unschuld/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/ende_unschuld102_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover:Megan Abbott - Das Ende der Unschuld&quot; alt=&quot;Cover:Megan Abbott - Das Ende der Unschuld&quot; width=&quot;512&quot; height=&quot;288&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;spielt in einer Kleinstadt im Mittleren Westen der &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;USA&lt;/span&gt;. Lizzie und Evie sind 13 Jahre alt, sie wohnen nebeneinander, machen nichts ohne einander, teilen alles. Vor allem die Geheimnisse, die man mit 13 hat . Eines Tages ist Evie verschwunden. Einzige Spur: ein rostbraunes Auto, das am Morgen ein paar Mal durch den Ort gefahren ist. Lizzie als beste Freundin steht im Zentrum der Aufmerksamkeit, sie soll der Polizei und den aufgelösten Eltern helfen. Aber sie forscht auch auf eigene Faust nach. Als sie nachts durch die kleine Stadt läuft, kommt sie einem Geheimnis auf die Spur und ahnt, dass ihre Freundin eben doch nicht alles mit ihr geteilt hat.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Autorin&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;wurde 1971 in Detroit geboren, studierte amerikanische Literatur. Megan Abbott hat sechs Romane geschrieben. Sie bekam unter anderem den Edgar-Allan-Po-Preis, die höchste Auszeichnung für amerikanische Krimiautoren.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Das Ende der Unschuld ist eines der ersten Bücher, das ich auf dem i-Pad gelesen habe. Das heißt, es gibt keinen Klappentext, in dem man etwas über Inhalt und Autor erfährt. Keine Ahnung zu haben, war in diesem Fall mal von großem Vorteil. Ich habe mich völlig unbefangen auf dieses Buch eingelassen, nichtwissend, dass ich einen Kriminalroman lese. Ist es für mich auch nicht. Jedenfalls nicht im herkömmlichen Sinne. Es geht um das Erwachsenwerden, das Erwachen der Sexualität, um Väter und Töchter, Familie und Freundschaft, um Lügen und Geheimnisse. Wie das erzählt und beschrieben wird, ist hochspannend und packend, auf eine sehr sanfte Art. Selten hat mich ein Buch so schnell eingefangen wie dieses. Von der ersten Seite an war ich wie verzaubert, war mitten unter den Menschen in dieser Kleinstadt, in der am helllichten Tag ein 13-jähriges Mädchen verschwindet.&lt;br /&gt;
Es ist Fastenzeit, man versucht, sich zu mäßigen. Ist mir bei diesem Buch nicht gelungen. Ich habe es verschlungen.&lt;br /&gt;
Aber ich werde es noch mal lesen.&lt;br /&gt;
Und diese Lust auf ein zweites Mal habe ich nicht oft.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Megan Abbott&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Ende der Unschuld&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Kiepenheuer und Witsch&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 978-3-462-04390-7&lt;br /&gt;
Preis: 17,99 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 12:41:00 +0100</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/02/26/megan-abbott-das-ende-der-unschuld/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Daniel Glattauer - Ewig Dein</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/02/05/daniel-glattauer-ewig-dein/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;WDR&lt;/span&gt; 2 Buchtipp,  05.02.2012&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Es ist eine sehr spannende, gut geschriebene Geschichte, komisch und schräg am Anfang, die langsam sehr bedrohlich wird und schließlich ins Rabenschwarze kippt.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2012/02/05/daniel-glattauer-ewig-dein/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/ewigdein106_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover:Daniel Glattauer - Ewig Dein&quot; alt=&quot;Cover:Daniel Glattauer - Ewig Dein&quot; width=&quot;512&quot; height=&quot;288&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Ein Mann fährt einer Frau in die Hacken. Mit dem Einkaufswagen in der Käseabteilung eines Kaufhauses in Wien. Auch eine Art, jemanden kennenzulernen. Eine, die schmerzt. Ein Schmerz allerdings, der völlig harmlos ist, verglichen mit dem, was ihr dieser Mann mit Namen Hannes Monate später antun wird.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Erst wundert sich Judith nur, warum er, nachdem er sich nett entschuldigt hat, gleich acht Bananen in seine Einkaufstüte packt. Bananen werden später in ihrer gemeinsamen Geschichte eine Rolle spielen, aber das kann sie noch nicht wissen. Zunächst glaubt Judith, dieser Mann sei verheiratet und habe Kinder. Wegen der vielen Bananen.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Hannes hat weder Frau noch Kinder, aber das erfährt Judith erst, als er vor ihrem Laden aufkreuzt, mit ihr essen geht und sie zu einem Paar werden. Hannes kommt überall gut an, bei Judiths Freunden, bei der Familie. Nur bei Judith lässt die Zuneigung nach. Der Mann beginnt sie mit seinen ständigen Liebesbeweisen zu nerven. Sie fühlt sich bedrängt, beherrscht, schließlich bedroht. Aber sie wird ihn nicht los.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Der Autor&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Daniel Glattauer ist Wiener, 50 Jahre alt und hat mit &amp;#8220;Gut gegen Nordwind&amp;#8221; und der Fortsetzung &amp;#8220;Alle sieben Wellen&amp;#8221; zwei Mega-Bestseller geschrieben.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Nach dem Riesenerfolg seiner beiden Romane hatte der Autor Stein und Bein geschworen, dass es keine Fortsetzung mit den beiden Protagonisten Emma und Leo geben werde. Er hat Wort gehalten. Und auch ohne Emma und Leo wieder ein richtig gutes Buch geschrieben, das einen im ersten Drittel komplett in die Irre führt, weil man diesem Daniel Glattauer im Prinzip nichts Böses zutraut. Im richtigen Leben ohnehin nicht, und im Romanleben auch nicht. Sollte man aber.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Ansonsten unterscheidet sich das neue Buch nicht von seinen Vorgängern. Es ist eine sehr spannende, gut geschriebene Geschichte, komisch und schräg am Anfang, die langsam sehr bedrohlich wird und schließlich ins Rabenschwarze kippt. Vorlage für die Geschichte ist ein wahrer Fall, über den Daniel Glattauer, als er noch Gerichtsreporter bei einer Wiener Zeitung war, berichtet hatte.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Glattauer-Fans werden den neuen Roman mögen. Und die, die noch keine sind, sollten ihn lesen. Damit sie es werden.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Daniel Glattauer&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ewig Dein&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Deuticke&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 978-3-552-06181-1&lt;br /&gt;
Preis: 17.90 &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;EUR&lt;/span&gt; (D) / 25.90 sFR (CH) / 18.40 &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;EUR&lt;/span&gt; (A)&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 12:41:00 +0100</pubDate>
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			<title>Maxim Leo und Jochen-Martin Gutsch - Sprechende Männer</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/01/15/maxim-leo-und-jochen-martin-gutsch-sprechende-maenner/</link>
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					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;WDR&lt;/span&gt; 2 Buchtipp,  15.01.2012&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2012/01/15/maxim-leo-und-jochen-martin-gutsch-sprechende-maenner/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/sprechendemaenner100_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover:Daniel Glattauer - Ewig Dein&quot; alt=&quot;Cover:Daniel Glattauer - Ewig Dein&quot; width=&quot;512&quot; height=&quot;288&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Maxim Leo und Jochen-Martin Gutsch kannten sich flüchtig aus Schulzeiten. Als sie sich viele Jahre später wiedertreffen , sind sie beide Journalisten geworden. Wie sie leben , könnte unterschiedlicher nicht sein. Maxim Leo ist seit 17 Jahren verheiratet, immer noch glücklich, wie er schreibt. Auch wenn Glück manchmal nur zehn Sekunden pro Woche bedeutet. Er hat zwei Kinder, lebt für die Familie.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Jochen-Martin Gutsch ist der komplette Gegenentwurf: lebt schon lang allein, mag Frauen , will aber keine feste Freundin. Hat keine Kinder und vermisst sie auch nicht.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Beide Männer sind um die 40 und wagen ein Experiment. Sie nehmen sich eine zweimonatige Auszeit und sprechen miteinander. Sie schreiben sich Mails. Sehr offen, sehr ehrlich. Jede Frage, die der andere stellt, muss beantwortet werden. Das ist die einzige Spielregel.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Es gibt keine Tabus. Sie reden über Treue, Monogamie, Kinder, Liebe, Glück, Gemüsebeete, Pornos, Sex, Körperrasur, Leidenschaft, Lust und was sie machen , wenn sie ihnen abhanden kommt.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Das ehrlichste Männergespräch der Welt. So ehrlich , dass sie am Ende feststellen: eigentlich war es ein Frauengespräch.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Autoren&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;sind Journalisten, beide haben den renommierten Theodor Wolff-Journalistenpreis -Preis bekommen. Leo ist Redakteur der Berliner Zeitung, Gutsch Reporter im Gesellschaftsressort des &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;SPIEGEL&lt;/span&gt; und Kolumnenautor für die Berliner Zeitung. Dort hat er auch seinen ehemaligen Mitschüler Maxim Leo wiedergetroffen , dort haben sie das gemeinsame Buchprojekt beschlossen.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Sprechende Männer, schön ironischer Titel, hinter dem ich Klamauk oder, was das Titelbild nahelegt, leicht intellektuell schwafelnde Männer an der Theke vermutet  habe. Ich habe gezögert, es zu lesen. Einer der Männer aber hat mich zu diesem Buch hingezogen. Jochen-Martin Gutsch hat vor Jahren ein wunderschönes Buch geschrieben (&amp;#8220;Cindy liebt mich nicht&amp;#8221;) und deshalb hatte ich Hoffnung.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Hoffnung, dass es kein Buch nach der schalen Devise wird: was Frauen schon immer mal über Männer wissen wollten.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Jetzt bin ich hin und weg von den sprechenden Männern. Da haben zwei Menschen geschrieben , die darüber nachdenken, wo sie eigentlich noch hinwollen mit ihrem Leben. Was sie sich noch erwarten, wovor sie sich fürchten, worauf sie sich freuen, was richtig und was bereits richtig schief gelaufen ist. Wie sie das erzählen, ist beeindruckend. Beide sind ausgezeichnete Journalisten, sie können also exzellent schreiben. Das tun sie manchmal sehr berührend, rutschen aber nie ins Sentimentale ab. Manchmal sehr direkt, aber nie platt oder derb, auch wenn sie über Dinge schreiben, von denen man bislang nicht wusste, dass es sie gibt: Aspikbäuche oder Analthrombose zum Beispiel.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Sie erzählen aus ihren Leben. Warum man sich weniger allein fühlt, wenn man als Single zwei Bettdecken hat. Warum es im Eheleben Tränen und Brüllerei gibt und man dennoch nie eine andere haben möchte. Es sind Gespräche und Geschichten über die Dinge des Lebens. Und darüber, was man vom Leben will. Oder wo das Leben mit einem hin will. Ein spanndes, bewegendes Buch, für Männer, Frauen, Paare, Singles, für Enttäuschte und Verliebte, für Menschen eben.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Maxim Leo und Martin Gutsch&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sprechende Männer. Das ehrlichste Buch der Welt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Blessing Verlag&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 978-3-89667-440-1&lt;br /&gt;
17,95 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 15 Jan 2012 12:41:00 +0100</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/01/15/maxim-leo-und-jochen-martin-gutsch-sprechende-maenner/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Friedrich Ani - Süden und die Schlüsselkinder</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/01/01/friedrich-ani-sueden-und-die-schluesselkinder/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;WDR&lt;/span&gt; 2 Buchtipp,  01.01.2012&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Privatdetektiv Tabor Süden sucht nach dem zehnjährigen Adrian, der über Nacht verschwunden ist. Vor allem Fanny, Adrians beste Freundin im Kinderschutzhaus, scheint mehr darüber zu wissen, als sie sagt.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2012/01/01/friedrich-ani-sueden-und-die-schluesselkinder/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/schluesselkinder102_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover:Friedrich Ani - Süden und die Schlüsselkinder&quot; alt=&quot;Cover:Friedrich Ani - Süden und die Schlüsselkinder&quot; width=&quot;512&quot; height=&quot;288&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;spielt in München. Tabor Süden, der Privatdetektiv, sucht nach einem Kind. Der zehnjährige Adrian ist über Nacht verschwunden. Adrian wohnte in einem Kinderschutzhaus, einem zeitweiligen Zuhause für Kinder, die aus zerrütteten Familien kommen. Die Kinder dort bilden eine kleine, verschworene Gemeinschaft, scheinen mehr über Adrian plötzliches Verschwinden zu wissen, als sie sagen wollen. Vor allem Fanny, Adrians beste Freundin. Auf ihr Handy schickt er &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;SMS&lt;/span&gt;, die Hinweise zu geben scheinen, auf Orte und auf Menschen, die er besuchen möchte. Fanny weiss viel, aber sagt wenig. Tabor Süden irrt durch München, bis ihm allmählich klar wird, warum der kleine Adrian verschwinden wollte. Damit jemand nach ihm sucht.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Der Autor&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Friedrich Ani ist 52 Jahre alt, lebt in München. Er schreibt sehr erfolgreich Romane, Gedichte, Hörspiele und Drehbücher. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Als bisher einziger Autor erhielt er den deutschen Krimipreis in einem Jahr gleich für drei Romane um den Detektiv Tabor Süden. Im letzten Jahr bekam er einen Grimme-Preis für das Drehbuch zu einem Süden Roman.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Das Jahr fängt schon mal gut an. Gerade mal ein paar Stunden alt und dann ein solches Knallerbuch. Es ist eine traurige Geschichte, die Friedrich Ani da erzählt. Aber er wird nie sentimental, rückt auch nicht mal in die Nähe von Rührung geschweige denn Kitsch. Er schreibt nicht über Gefühle, er lässt sie spüren. Er formuliert sparsam, macht  sachte Andeutungen, und dennoch sind seine Worte sofort mit Leben gefüllt, haben einen unerklärlichen Sog.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Dieser kleine Roman hat 184 Seiten, ich habe ihn an einem Abend, in einer Nacht gelesen. Ich war von Seite eins an mittendrin in dieser Winter-Kindergeschichte.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Ein Kritiker hat über Friedrich Ani geschrieben: &amp;#8220;Er entführt einen in Welten, die man eigentlich nie betreten wollte. Dort angekommen, ist man froh, es getan zu haben. Es öffnet Augen und Sinne.&amp;#8221;&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Besser kann man es nicht formulieren. Ein großartiges Buch, kein Krimi und doch ungeheuer spannend, aufwühlend und mit einem Ende, bei dem man hoffen möchte, bei dem man sich etwas wünscht, für die Kinder, die im Mittelpunkt der Geschichte stehen. Und dennoch keine Sekunde sicher ist, dass dieser Wunsch auch in Erfüllung gehen kann.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Friedrich Anis neuer Roman, ein kleines Taschenbuch für 8.99 Euro mit großer Wirkung. Ein Buch, das mich durch die ersten Wochen des neuen Jahres in Gedanken noch eine Weile begleiten wird. Und ich würde wetten, dass es am Ende des neuen Jahres noch immer zu meinen Favoriten 2012 gehört. Ganz sicher.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Friedrich Ani&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Süden und die Schlüsselkinder&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Knaur&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 3426509369&lt;br /&gt;
Preis: 8,99 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 12:41:00 +0100</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2012/01/01/friedrich-ani-sueden-und-die-schluesselkinder/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Droste, Heidelbach, Klink - Gemüse</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/12/16/droste-heidelbach-klink-gemuese/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;WDR 2 Buchtipp,  16.12.2011&lt;/h3&gt;
	&lt;p&gt;Das Trio Infernale, der begnadete Sternekoch Klink, der frivole und geniale Illustrator Heidelbach und der verwegene Dichter Droste haben mit »Gemüse« wieder ganze Arbeit geleistet, verspricht Christine Westermann.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2011/12/16/droste-heidelbach-klink-gemuese/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/gemuese110_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover:Droste, Heidelbach, Klink - Gemüse&quot; alt=&quot;Cover:Droste, Heidelbach, Klink - Gemüse&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Schon die Farbe des Buches ist ein Versprechen. Hellgrün wie feines junges Gemüse kommt es daher. Auf dem Titelbild, Gunhilde »Josefine« Fischer mit ihrem Tanz im Breitlauchröckchen. Josefine Backer machte es mit Bananen, Gunhillde Josefine Fischer mit Poreestangen.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Das Trio Infernale, der begnadete Sternekoch Klink, der frivole und geniale Illustrator Heidelbach und der verwegene Dichter Droste haben mal wieder ganze Arbeit geleistet. Frei nach Heinrich Heine: »leise zieht durch mein Gemüse«, dichten, malen und kochen sie.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Nichts lassen sie anbrennen und nichts aus. Nicht mal die eine oder andere Geschmacklosigkeit, manchmal derbe bis an die Schamgrenze, immer großartig, herrlich anzüglich und schlüpfrig. Das wiederum liegt nahe , schließlich gibt es phallisches  Gemüse zuhauf.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Möhren, Spargel, Gurken, Rüben zum Beispiel und die entsprechenden weiblichen Gegenstücke wie Auberginen, Paprika, rote Beete, Tomaten. Und Salat , geschlechtneutral und daher sinnlos, aber knackig.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Autoren&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Der Fernsehkoch Klink hat einen Stern, kocht in Stuttgart und hat wunderbare Gemüserezepte aufgeschrieben. Der Illustrator Heidelbach malt fein und gemein, ein sinnlich/erotisch Vergnügen und der Autor Wiglaf Droste schreibt bitterböse Texte.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Die Wahl fällt schwer, etwas Bestimmtes rauszupicken. Eine Geschichte, über ich sehr gelacht habe, ist jene mit der Überschrift:&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;»Die Verteidigung der Kartoffel gegen Veronika Ferres.« &lt;br /&gt;
Veronika Ferres, Schauspielerin, die nicht müde wird in jeder Talkshow zu erzählen, dass sie die Tochter eines Solinger Kartoffelhändlers sei und stets in die Mikrofone heuchelt, dass sie auch noch heute so oft sie kann, am Marktstand ihres Bruders in Solingen die dicken Dinger verkauft.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Wiglaf Droste kann nicht umhin beim Gedanken an Frau Ferres Karl Krauss zu zitieren: Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben, man muss auch unfähig sein, sie auszudrücken .&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Herrliches Buch, ideales Geschenk für Gemüseesser und Allesfresser. Ich wette ein Teltower Rübchen, Sie wollen es verschenken und behalten es dann doch lieber selbst.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Ein Gedicht zum Abschluss: &lt;br /&gt;
Der letzte Seufzer eines Vegetariers:&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;All die Gurken , all die Möhren, &lt;br /&gt;
die mir ihre Treue schwören&lt;br /&gt;
und dass sie nur mir gehören &amp;#8211; &lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;all die Möhren, all die Gurken&lt;br /&gt;
sind charakterlose Schurken, denn sie haben mich verraten.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Sie sind treulose Tomaten.&lt;br /&gt;
Ach, ich geh’ mir’n Schnitzel braten.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Wiglaf Droste, Vincent Klink, Nikolaus Heidelbach&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gemüse&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Dumont&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;-10: 3832196528&lt;br /&gt;
Preis: 24,99 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 12:41:00 +0100</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/12/16/droste-heidelbach-klink-gemuese/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Herman Koch - Sommerhaus mit Swimmingpool</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/12/04/herman-koch-sommerhaus-mit-swimmingpool/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;WDR 2 Buchtipp,  04.12.2011&lt;/h3&gt;
	&lt;p&gt;Was für ein Buch! so WDR 2 Buchkritikerin Christine Westermann über diesen spannenden Roman. Es ist ein Familiendrama, in dem sexuelle Macht und Vaterinstinkte eine große Rolle spielen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2011/12/04/herman-koch-sommerhaus-mit-swimmingpool/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/sommerhaus100_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover: Herman Koch - Sommerhaus mit Swimmingpool&quot; alt=&quot;Cover: Herman Koch - Sommerhaus mit Swimmingpool&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Marc Schlosser ist Hausarzt in Amsterdam. Ein Hausarzt, den seine Patienten schätzen, weil er sich für jeden zwanzig Minuten Zeit nimmt. Sie glauben, er höre ihnen zu .Wüssten sie, was stattdessen durch seinen Kopf geht, sie würden den Arzt wechseln.&lt;br /&gt;
Marc Schlosser hat eine attraktive Frau, zwei heranwachsende Töchter. Ein Patient des Arztes ist ein berühmter Schauspieler, die beiden Paare verabreden lose, gemeinsame Ferien in Frankreich zu verbringen. Ein Jahr später ist Ralph, der Schauspieler, tot und seine Frau verklagt den Arzt. Aber ist ihm wirklich ein Kunstfehler unterlaufen? Oder hat der Tod des Bekannten möglicherweise mit dem zu tun , was in den gemeinsamen Ferien passiert ist, in dem Sommerhaus mit Swimmingpool?&lt;br /&gt;
Hat er. Eine Menge.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Autorin&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;ist Niederländer, 57 Jahre alt, Kolumnist, Komiker, Fernsehmacher, Romancier. Sein Roman &amp;#8220;Angerichtet&amp;#8221; (besprochen in frautv) stand monatelang auf den Bestsellerlisten, war einer der meistverkauften Romane europaweit, eine Verfilmung ist in Vorbereitung. Auch das neue Buch ist in den Niederlanden bereits an Nummer eins der Liste.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Was für ein Buch! Früh am Abend habe ich es angefangen, erst mitten in der Nacht beiseite gelegt. Morgens nach dem Aufstehen habe ich nicht die Zeitung genommen, sondern diesen Roman zu Ende gelesen. &lt;br /&gt;
Er ist hochspannend und dennoch kein Krimi. Er beschreibt ein Familiendrama, in dem sexuelle Macht und Vaterinstinkte eine große Rolle spielen.&lt;br /&gt;
Die Handlung ist genial konstruiert, immer nachvollziehbar und dennoch mit überraschenden Wendungen. Bei aller Dramatik sehr komisch, manchmal hält man inne, weil man glaubt, nicht richtig gelesen zu haben .An ein paar Stellen habe ich laut gelacht, oft still in mich hineingekichert.&lt;br /&gt;
Ein Arzt, der eine krankhafte Sicht auf die Dinge des Lebens hat, böse und zynisch ist. Einer, der einem Angst machen könnte. Dennoch gibt man sich beim Lesen alle Mühe, ihn sympathisch zu finden. Man bleibt an seiner Seite, denn die Gefühle, die er beschreibt, sind absolut nachvollziehbar. Alle. Die guten wie die schlechten. Und damit kriegt man eben auch ein bisschen Angst vor sich selbst. &lt;br /&gt;
Alles endet ganz logisch, nichts bleibt offen. Und doch schreibt dieser Hermann Koch so, dass man ihm nicht traut. Auf der vorletzten Seite gibt es eine Stelle, an der ich dachte, jetzt kippt alles noch mal. Es sind nur ein paar Zeilen. Ich habe sie mindestens fünfmal gelesen, weil ich dachte, ich hätte etwas überlesen. Habe Freunde gefragt, die das Buch schon kannten. Auch sie sind an dieser Stelle hängengeblieben. Aber genau das ist das Einzigartige an diesem Buch. Es fängt erst richtig an zu wirken, wenn man schon fertig damit ist.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Herman Koch&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sommerhaus mit Swimmingpool&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Kiepenheuer &amp;amp; Witsch&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 3462043447&lt;br /&gt;
Preis: 19,99 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/12/04/herman-koch-sommerhaus-mit-swimmingpool/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Gianrico Carofiglio - In ihrer dunkelsten Stunde</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/11/13/gianrico-carofiglio-in-ihrer-dunkelsten-stunde/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;WDR 2 Buchtipp,  13.11.2011&lt;/h3&gt;
	&lt;p&gt;Fängt an wie ein Krimi, hört auf wie ein Krimi, ist aber kein Krimi. Das ist wichtig zu wissen, denn der Titel des Buches legt etwas anderes nahe. Es ist das vierte Buch des Anti-Mafia-Staatsanwalts Carofiglio &amp;#8211; und sehr empfehlenswert.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2011/11/13/gianrico-carofiglio-in-ihrer-dunkelsten-stunde/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/carofiglio_dunkelstestunde102_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover: Gianrico Carofiglio - In ihrer dunkelsten Stunde&quot; alt=&quot;Cover: Gianrico Carofiglio - In ihrer dunkelsten Stunde&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;&amp;#8230; spielt in Bari, in Süditalien. Der Anwalt Guido Guerrieri wird gebeten, eine Ermittlungsakte zu prüfen. Manuela, eine Studentin aus Rom, ist spurlos verschwunden. Die Fahndung hat nichts ergeben, die Akte soll geschlossen werden. Das aber wollen die Eltern der jungen Frau unter allen Umständen verhindern. Deshalb soll der gewiefte Strafverteidiger Guerrieri prüfen, ob die Ermittler nicht doch etwas übersehen haben.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Das haben sie.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Der Autor&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;&amp;#8230; ist 50 Jahre alt, einer der bekanntesten Anti-Mafia-Staatsanwälte Italiens. 2007 hat er als Berater des italienischen Parlaments im Bereich organisierte Kriminalität gearbeitet. Carofiglios Romane stehen seit ihrem Erscheinen ununterbrochen auf der Bestsellerliste, erschienen in 24 Sprachen, bekamen zahlreiche Preise. Auch das aktuelle Buch wurde mit einem Literaturpreis ausgezeichnet.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Fängt an wie ein Krimi, hört auf wie ein Krimi, ist aber kein Krimi. Das ist wichtig zu wissen, denn der Titel des Buches legt etwas anderes nahe.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;&amp;#8220;In ihrer dunkelsten Stunde&amp;#8221;, da springt meine Fantasie an, ich sehe jemanden gefesselt und geknebelt in einem Kofferraum liegen. Beinahe bis zum bitteren Ende, aber in letzter Sekunde wird das Opfer doch noch &amp;#8230; Aber ein solch brutales Szenario legt nur dieser ausgesprochen dumme deutsche Titel nahe. Im Italienischen heißt das Buch &amp;#8211; mehr oder weniger laienhaft von mir übersetzt &amp;#8211; &amp;#8220;Vorläufige Vollkommenheit&amp;#8221;. Klingt schon ganz anders. Vage, geheimnisvoll, man bleibt zumindest offen für das, was kommen könnte.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Es kommt zum Vorschein die Geschichte eines Mannes, der Strafverteidiger ist und gleichzeitig über’s Leben nachdenkt. Ob er mit Mitte 40, geschieden, kinderlos, mehrfach getrennt, alles richtig oder zuviel falsch gemacht hat. Und während man liest, guckt man ihm beim Leben zu. Wie er auf wunderbare Art italienisch kocht, in Bars und Kinos geht, italienische Musik hört und gute Sätze aus guten Büchern zitiert. Dieser Roman beschreibt ein Stück Italien von heute. Ein Stück Alltag von einem, der nicht in der Metropole Rom lebt, sondern in Bari, der Großstadt in Apulien, einem  Landstrich, der zu den ärmsten Regionen Italiens zählt.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Es ist Carofiglios viertes Buch um den Anwalt Guido Guerrieri, der, wie er jetzt zugegeben hat, viel Ähnlichkeiten mit ihm hat. Schön zu wissen, denn um so wirklichkeitsnaher und persönlicher erlebt man den Roman. Wenn der deutsche Titel nicht so dämlich gewählt wäre, hätte man dieses Buch, wohlwissend eben, dass es kein Krimi ist,  von Anfang an ganz anders gelesen.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Aber das wissen die Hörer ja jetzt und deshalb gilt: Der neue Carofiglio ist sehr  empfehlenswert.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Gianrico Carofiglio&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;In ihrer dunkelsten Stunde&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Goldmann&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 978-3-442-31229-0&lt;br /&gt;
Eur 17,99 [D] | &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;EUR&lt;/span&gt; 18,50 [A] | &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;CHF&lt;/span&gt; 25,90&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 07:11:00 +0100</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/11/13/gianrico-carofiglio-in-ihrer-dunkelsten-stunde/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Anne Enright - Anatomie einer Affäre</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/11/04/anne-enright-anatomie-einer-affaere/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;WDR 2 Buchtipp,  04.11.2011&lt;/h3&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2011/11/04/anne-enright-anatomie-einer-affaere/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/anatomie100_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover: Anne Enright - Anatomie einer Affäre&quot; alt=&quot;Cover: Anne Enright - Anatomie einer Affäre&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Der Titel des Buches erzählt schon die ganze Geschichte. Anatomie einer Affäre: Eine Beziehung wird seziert, wird auseinandergenommen. Es beginnt mit einem kurzen Moment, in dem sich zwei Blicke treffen, auf einer Gartenparty. Erstmal passiert noch gar nichts, aber beide, Gina und Sean, haben Lust am Zündeln. Als sie sich zufällig Monate später wiedersehen, gibt es kein Halten mehr: Die verheiratete Frau Gina verknallt sich in den verheirateten Mann Sean. Der wiederum ein Kind hat, dem er alles unterordnet.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Am Anfang der Affäre stehen Leidenschaft und Glück. Nach den ersten aufregenden Monaten mit Sex in Hotelzimmern, im Auto, im Wald kehrt auch in diese Beziehung so etwas wie Normalität ein. Und dann? Was passiert, wenn aus der heimlichen Liebe Alltag wird? Wenn man sich streitet, den anderen unglücklich macht, aber dennoch nicht voneinander lassen kann?&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Autorin&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Anne Enright ist Irin, 49 Jahre alt. Sie war lange Zeit Programmdirektorin beim irischen Kinderfernsehen, fing dann zu schreiben an. Für ihren Roman &amp;#8220;Familientreffen&amp;#8221;, der ein internationaler Bestseller war, wurde sie vor vier Jahren mit dem Booker Prize ausgezeichnet, dem wichtigsten Preis für englischsprachige Literatur.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Dieses Buch habe ich im Schnellgang gelesen, weil ich –einmal angefangen- nicht mehr aufhören konnte/wollte. Eine Geschichte wie ein Staubsauger, ein Roman mit einem erstaunlichen Sog. Dabei passiert nicht einmal sonderlich viel. Die üblichen Mechanismen einer Affäre eben. Man betrügt den jeweiligen (Ehe)Partner, ist knallverliebt, aber wenn die Sache nicht nach wenigen Monaten auffliegt oder man sie freiwillig beendet, dann verliert die heimliche Liebe ganz allmählich ihren Zauber, wird derb, grob, alltäglich.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Beim Lesen dieses Romans wartet man auf eine Überraschung, eine unerwartete Wendung. Nichts von dem passiert, und genau das ist ungeheuer spannend. Schonungslos schreibe sie, die Autorin, meinen englische Kritiker begeistert. Nein, schonungslos ist es nicht. Sie guckt nur ganz genau hin, während Mann und Frau schonungslos miteinander umgehen. Sie hält Distanz und mit ihr der Leser, während man fasziniert beobachtet, wie eine Affäre langsam vor die Hunde geht.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Wahrhaftig überrascht hat mich der Schluß. Natürlich habe ich beim Lesen an der abnehmenden Seitenzahl gemerkt, dass ich aufs Ende zusteuere. Aber als es tatsächlich vorbei war, habe ich völlig überrascht weiterblättern, weiterlesen wollen. Das kann nicht sein , dass es so aufhört. Dass sie genau jetzt den letzten Satz geschrieben hat. Und doch weiß ich jetzt, dass es &amp;#8220;so&amp;#8221; genau richtig war. Tolles Buch, von der ersten bis zur letzten Seite.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Anne Enright&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Anatomie einer Affäre&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Deutsche Verlagsanstalt &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;DVA&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 3421045402&lt;br /&gt;
19,99 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 00:00:00 +0100</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/11/04/anne-enright-anatomie-einer-affaere/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Juan Moreno - Teufelsköche</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/10/21/juan-moreno-teufelskoeche/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;WDR 2 Buchtipp,  21.10.2011&lt;/h3&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/seite/aktuelles/2011/10/21/juan-moreno-teufelskoeche/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/teufelskoeche100_v-ARDFotogalerie.jpg&quot; title=&quot;Cover: Juan Moreno - Teufelsköche&quot; alt=&quot;Cover: Juan Moreno - Teufelsköche&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;erzählt 17 ungewöhnliche Geschichten von Menschen, die Koch geworden sind, zum Beispiel vom Leibkoch des ugandischen Diktators Idi Amin, der sein  ganzes Berufsleben für den Massenmörder gekocht hat und versichert: In unserem Kühlschrank war nie Menschenfleisch.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Von einem New Yorker Gastronom, dem Gäste 40.000 Dollar bieten, um in seinem Restaurant einen Tisch zu bekommen. Klappt aber nicht. Nur für den Papst oder den Präsidenten nimmt er kurzfristige Reservierungen an.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Von dem verurteilten Vergewaltiger, der im Todestrakt eines texanischen Gefängnisses schon mehr als zweihundert Henkersmahlzeiten zubereitet hat. Drei Geschichten von insgesamt 17.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Der Autor&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Juan Moreno, 39 Jahre alt, ist Journalist, war Absolvent der Deutschen Journalistenschule in München. Schrieb für die &amp;#8220;Süddeutsche Zeitung&amp;#8221;, arbeitet nach seiner langen Weltreise als Moderator beim &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;WDR&lt;/span&gt; und schreibt Reportagen für den &amp;#8220;Spiegel&amp;#8221;. Er lebt in Berlin.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Das Foto auf dem Buchdeckel zeigt einen herben, fast derben Mann im Kochanzug. In der einen Hand eine fette Zigarre, in der anderen ein monumentales Küchenmesser.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Nicht noch ein Buch über Köche bitte, habe ich beim ersten Hinschauen gedacht. Zumal der Titel jetzt nicht gerade der Brenner ist: Teufelsköche. Aber der Name des Autors hat sofort mein Interesse geweckt.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Juan Moreno, ein Journalist, der begnadet schreiben kann. Vor ein paar Jahren nahm er eine Auszeit, reiste um die Welt, kam mit Ideen zurück, wohl auch für dieses Buch, über das er selbst sagt: Es ist kein Kochbuch, obwohl Rezepte darin stehen (unter anderem ein Kartoffelsalatrezept für hundert Personen). Es ist kein Buch über Starköche, obwohl Stars darin sind. Es geht nichts ums Essen, obwohl davon immer wieder die Rede ist. Es ist ein Buch über Köche, weil sie die besten Geschichten erzählen.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Auch der Mann vorne auf dem Buchdeckel. Gerry Adesso kam als Dreher nach Deutschland, brachte auch mal schlechten Fisch von Italien hierher. Wunderte sich, dass die Deutschen das Zeug mochten, wurde Koch, war erfolgreich und sitzt jetzt wegen Drogenhandels im Knast. Der Autor des Buches und sein Fotograf haben ihn im Hochsicherheitstrakt eines Münchner Gefängnisses besucht, wo er eine Weile die Zelle mit Holger Pfahls, dem ehemaligen Staatsekretär, teilte.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Teufelsköche ist ein bemerkenswertes Buch, das einen immer wieder lachen und manchmal fast auch weinen lässt. Mit großartigen Fotos, die geniale Wegbereiter für die Geschichten sind. Sie ziehen einen sofort hinein und die Menschen, von denen erzählt wird, werden in Sekunden lebendig. Und bleiben es.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Wie der Mann, der versuchen will, als Bootsflüchtling von Algerien nach Europa zu kommen. Sein größter Traum: Koch bei McDonalds. Die Geschichte dieses Afrikaners hat den Journalisten Moreno mehr bewegt als viele andere. So sehr, dass er noch Monate nach dem Gespräch von ihm träumte, weil er sich große Sorgen um ihn machte. Er weiß bis heute nicht, ob er jemals in Europa angekommen ist.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Juan Moreno&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Teufelsköche &amp;#8211; An den heißesten Herden der Welt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Fotos: Mirco Taliecio &lt;br /&gt;
Verlag: Piper&lt;br /&gt;
256 Seiten &lt;br /&gt;
mit ca. 50 Farbabbildungen &lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 9783492054683&lt;br /&gt;
Preis: 24,99 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/10/21/juan-moreno-teufelskoeche/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>...and the winner is: Der Leser!</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/10/17/and-the-winner-is-der-leser/</link>
			<description>
					&lt;p class=&quot;fright&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://deutscher-buchpreis.de/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/buchpreislogo-klein.jpg&quot; title=&quot;Externer Link: Deutscher Buchpreis 2011 Homepage&quot; alt=&quot;Externer Link: Deutscher Buchpreis 2011 Homepage&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Eugen Ruge hat mit »In Zeiten des abnehmendes Lichts« den Deutschen Buchpreis 2011 gewonnnen. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Sechs Bücher auf der Shortlist standen zur Wahl. Sechs Juroren haben sich auf ein Buch geeinigt, das war schwer, aber am Ende doch möglich. Jeder der sechs Juroren hatte sich zuvor verpflichtet, für eines der Bücher eine offizielle, aber dennoch sehr persönliche Empfehlung abzugeben. Ich hatte mir »In Zeiten des abnehmenden Lichts« ausgesucht, nicht wissend, dass Eugen Ruge der spätere Buchpreisträger sein würde.&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;p&gt;Empfohlen habe ich diesen Roman so:&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;»Es braucht ein paar Zeilen, um mittendrin zu sein. Im Leben der Anderen: Einer deutschen Familie vom Ost-Anfang bis zur West-Wende. Von drei Generationen erzählt der Roman, zu jeder findet man beim Lesen eine stille Nähe. &lt;br /&gt;
Eugen Ruges Sprache drängt sich nicht auf, verzichtet auf blumige verbale Schlenker, ist lebendig im Vergehen und besitzt feinen Humor. Deutschland in Zeiten von Pieck, Grothewohl, Ulbricht , Honecker, das ist auch geballte Ladung Geschichte. Und doch verkommt der Roman nie zur historischen Nachhilfe in Buchform, sondern bleibt 426 Seiten lang ein literarisches Vergnügen.«&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Man kann viel schreiben, um dieses Buch zu loben. Aber im Grunde bringt es die ultimative Heidenreich-Aufforderung auf den Punkt: »LESEN!« Ich würde vielleicht noch hinzufügen: »BITTE!«&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Mon, 17 Oct 2011 15:35:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/10/17/and-the-winner-is-der-leser/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Friedrich Ani - Süden</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/09/23/friedrich-ani-sueden/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;WDR 2 Buchtipp,  23.09.2011&lt;/h3&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/sueden100_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover: Friedrich Ani - Süden&quot; alt=&quot;Cover: Friedrich Ani - Süden&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Tabor Süden, ehemaliger Kriminalkommissar und jetzt Privatdetektiv soll nach einem Vermissten suchen. Seit zwei Jahren ist ein Wirt spurlos verschwunden. Seine Frau will endlich wissen, ob ihr Mann überhaupt noch lebt, warum er von heute auf morgen aus seinem bisherigen Leben verschwand. Vor allem aber bewegt sie die Frage, warum der Mundl Zacherl sich binnen kurzer Zeit so vollkommen verändert hatte. Warum wurde aus einem leutseligen, lebhaften Mann ein wortkarger, verschlossener, grübelnder Einzelgänger? Und warum und wohin ist er verschwunden?&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Der Autor&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Friedrich Ani, geboren 1959, lebt in München. Er schreibt Romane, Kinderbücher, Gedichte, Hörspiele, Kurzgeschichten. Seine Bücher werden international verlegt, er wurde vielfach ausgezeichnet. Als bisher einziger Autor erhielt Ani in einem Jahr den deutschen Krimipreis für drei Romane gleichzeitig. Für das Drehbuch nach dem Roman “Süden und der Luftgitarrist“ bekam er im letzen Jahr den Grimme-Preis.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Ein tolles Buch, ein brillanter Krimi! Es ist ein Roman, in dem eine der Hauptfiguren ein Privatdetektiv ist. Es gibt weder Blut noch Brutalität. Es gibt keine umständliche Ermittlung und der Mörder springt auch nicht kurz vor Ende der Geschichte plötzlich aus dem Buch wie Kai aus der Kiste. Es gibt gar keinen Mörder. Es gibt einen Menschen, der versucht, die Spuren eines Vermissten zu lesen, während er seinem eigenen Leben nachspürt. Das tut Tabor Süden , der Privatdetektiv, mit feiner Melancholie und Poesie.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Friedrich Ani gelingt es brillant zu beleuchten, was hinter unscheinbaren, unauffälligen  Menschen stecken kann. Wie er das zu formulieren vermag, ist hohe Kunst des Schreibens.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Friedrich Ani&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Süden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Droemer&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;-10: 3426199076&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;-13: 978-3426199077&lt;br /&gt;
Preis: 19,99 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/09/23/friedrich-ani-sueden/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Die Shortlist</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/09/15/die-shortlist/</link>
			<description>
					&lt;p class=&quot;fright&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://deutscher-buchpreis.de/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/buchpreislogo-klein.jpg&quot; title=&quot;Externer Link: Deutscher Buchpreis 2011 Homepage&quot; alt=&quot;Externer Link: Deutscher Buchpreis 2011 Homepage&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;»Die Vielfalt der Literatur zeigen«, ein guter Vorsatz der Buchpreis- Jury, der für die zwanzig Bücher der Longlist galt. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Bei den sechs Büchern der Shortlist sah es gänzlich anders aus. Hier galt das Prinzip:  Mehrheit schlägt Minderheit. »Demokratisch« hieß das Zauberwort, das andere Meinungen rigoros aus dem Weg räumte. Ich konnte mich mit keinem der von mir favorisierten Bücher durchsetzen. &lt;br /&gt;
»Vielfalt« sieht für mich anders aus.&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;p&gt;Es gibt lediglich ein Buch, das zwar nicht auf meiner Favoritenliste stand, für das ich mich aber stark machen werde: &lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;»In Zeiten des abnehmenden Lichtes«  von Eugen Ruge. Der Roman einer Familie in der &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;DDR&lt;/span&gt;, drei Generationen vom Ostanfang bis zur Westwende. Keine historische Nachhilfe in Romanform, sondern ein literarisches Lesevergnügen.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Shortlist&lt;/h3&gt;

	&lt;ul&gt;
		&lt;li&gt;Jan Brandt: Gegen die Welt (DuMont, August 2011)&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;Michael Buselmeier: Wunsiedel (Das Wunderhorn, März 2011)&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;Angelika Klüssendorf: Das Mädchen (Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, August 2011)&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg (Suhrkamp, September 2011)&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts (Rowohlt, September 2011)&lt;/li&gt;
		&lt;li&gt;Marlene Streeruwitz: Die Schmerzmacherin (S. Fischer, September 2011)&lt;/li&gt;
	&lt;/ul&gt;
			</description>
			<pubDate>Thu, 15 Sep 2011 08:23:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/09/15/die-shortlist/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Ferdinand von Schirach - Der Fall Collini</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/09/11/ferdinand-von-schirach-der-fall-collini/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;WDR 2 Buchtipp,  11.09.2011&lt;/h3&gt;
	&lt;p&gt;Wie wird ein Mensch, der sich sein Leben lang nichts hat zuschulden kommen lassen, zum Mörder? Diese Frage wirft der Schriftsteller und Strafverteidiger Ferdinand von Schirach in seinem Roman »Der Fall Collini« auf.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/schirach100_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover: Ferdinand von Schirach - Der Fall Collini&quot; alt=&quot;Cover: Ferdinand von Schirach - Der Fall Collini&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Ein Mann, groß wie ein Riese, betritt ein Berliner Luxushotel, erfragt die Nummer eines Zimmers, fährt in den vierten Stock, klopft an der Tür von Zimmer 400. Ein sehr alter Mann öffnet, lässt den Unbekannten ein. Zwanzig Minuten später ist der Alte tot, erschossen. Collini, der riesengroße Mann, geht in die Lobby zurück und bittet eine Angestellte, die Polizei zu rufen. Fortan sagt er nichts mehr, zu seinem Motiv schweigt er. Ein junger Anwalt wird ihm an die Seite gestellt und muss jetzt einen Mann verteidigen, der nicht verteidigt werden will. Fabrizio Collini, das erfährt der Anwalt, ist  ein völlig unbescholtener, unauffälliger Bürger. 34 Jahre hat er bei Mercedes in Stuttgart als Werkzeugmacher gearbeitet. Was treibt einen Menschen, der sich sein Leben lang nichts hat zuschulden kommen lassen, zu einem Mord?&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Der Autor&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Ferdinand von Schirach, 57 Jahre alt, arbeitet als Strafverteidiger in Berlin. Seit einigen Jahren ist er Autor. Seine ersten beiden Bücher, &amp;#8220;Verbrechen&amp;#8221; und &amp;#8220;Schuld&amp;#8221;, in denen er von Fällen aus seiner Anwaltsarbeit erzählte, wurden zu internationalen Bestsellern, erschienen in mehr als dreißig Ländern und werden zur Zeit verfilmt. Auch der neue Roman wird ein Bestseller werden. Er steht den beiden ersten Schirach-Büchern in nichts nach.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Der Anfang liest sich wie ein Kriminalroman. Aber der Fall Collini ist kein Krimi. Er ist ein Stück deutsche Justizgeschichte, macht einen kaum bekannten politisch-juristischen Skandal der Bundesrepublik zu seinem Thema. Ferdinand von Schirach hat daraus eine  intelligente und hochdramatische Handlung entwickelt. Er ist ein ungewöhnlich guter Erzähler, formt aus staubtrockenen Gerichtsakten eine sehr berührende Lebensgeschichte. Das tut er klar, distanziert, beinahe sachlich. Dennoch schafft er sofort menschliche Wärme und Anteilnahme. Auf den letzten Seiten hält man erschrocken inne, weil man begreift, dass es manchmal unmöglich ist, mit den Mitteln des Rechts tatsächlich auch Gerechtigkeit zu schaffen.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Ferdinand von Schirach&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Fall Collini&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Piper&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 978-3-492-05475-1&lt;br /&gt;
Preis: 16,99 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/09/11/ferdinand-von-schirach-der-fall-collini/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Niklas Maak - Fahrtenbuch: Roman eines Autos</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/08/28/niklas-maak-fahrtenbuch-roman-eines-autos/</link>
			<description>
					&lt;h3 class=&quot;subh3&quot;&gt;WDR 2 Buchtipp,  26.08.2011&lt;/h3&gt;
	&lt;p&gt;Was kann der Fahrzeugbrief eines alten Autos erzählen? Wer waren die Fahrer, wie haben sie gelebt, wovon haben sie geträumt? Der Autor Niklas Maak folgt den Namen im Fahrzeugbrief, trifft ehemalige Besitzer. WDR 2 Kritikerin Christine Westermann hat das Buch mit großer Freude gelesen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/fahrtenbuch102_v-TeaserAufmacher.jpg&quot; title=&quot;Cover: Niklas Maak - Fahrtenbuch: Roman eines Autos&quot; alt=&quot;Cover: Niklas Maak - Fahrtenbuch: Roman eines Autos&quot; /&gt;&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;h3&gt;Die Handlung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;An einem Tag im November 1971 verläßt der nagelneue Mercedes 350 SL das Werk in Stuttgart. In vierzig Jahren fährt er mit zehn Besitzern quer durch Deutschland, hat über 350 tausend Kilometer auf dem Tacho, als es kracht und aus dem ehemals edlen Wagen ein Unfallwrack wird. Was kann der Fahrzeugbrief erzählen, das alte Serviceheft, der Riss im Polster? Was passierte auf den Sitzen, welche Geschichte verbirgt sich hinter dem kaum noch lesbaren Parkticket, das in der Seitentasche steckt? Wer waren die Fahrer, wie haben sie gelebt, wovon haben sie geträumt, warum haben sie sich für dieses Auto entschieden?&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Der Autor&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;wurde 1972 in Hamburg geboren. Studierte dort und in Paris Philosophie, Kunstgeschichte und Architektur. War lange Jahre &amp;#8220;Streiflicht&amp;#8221;-Schreiber der Süddeutschen Zeitung. Jetzt leitet er das Kunstressort der &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;FAZ&lt;/span&gt;.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;Die Bewertung&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Der Autor Niklas Maak folgt den Namen im Fahrzeugbrief, trifft ehemalige Besitzer, hört ihnen zu. Nicht alle spürt er auf, einige sind gestorben, andere verschwunden. Manche wollen, dass ihre Geschichte erzählt wird, bei anderen müssen Name, Wohnort , Beruf geändert werden. Je nach Charakter und Gemütsverfassung haben die Menschen ihr Auto liebevoll umsorgt oder durch den Verkehr geprügelt. Wie seine Besitzer auch hat der Wagen mit den Jahren Dellen, Kratzer, Schrammen abbekommen. Das Leben aber geht weiter, auch wenn der Lack schon lange ab ist.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Niklas Maak ist ein ausgezeichneter Journalist, er hat genau und gründlich recherchiert. Und dann hat sich seine journalistische Arbeit in eine literarische gewandelt. Er hat die Lebensgeschichten der Wagenbesitzer ausgemalt. Bunt, wenn es angebracht schien, grau bis schwarz, wenn es nötig war. Farblos oder blass war keine. Niklas Maak ist ein begnadeter Schreiber, dem es auf wunderbare Weise gelingt, die einzelnen Biografien zu einem Roman zu sammenzufügen. Er schafft es beinahe mühelos, Bilder, Stimmungen, Farben, Gerüche, vor allem aber das Lebensgefühl von vier Jahrzehnten Bundesrepublik lebendig werden zu lassen. Ich habe dieses Buch mit großer Freude gelesen, es erzählt auch meine Geschichte. Und die Geschichte all jener, die in den 60/70/80 Jahren groß geworden sind. Der Autor macht das leise, fast distanziert und dennoch spürt man immer die Seele. Die der Menschen. Und falls ein Auto eine hat, auch die.&lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Niklas Maak&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fahrtenbuch: Roman eines Autos&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
Verlag: Hanser&lt;br /&gt;
&lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;ISBN&lt;/span&gt;: 3446235582&lt;br /&gt;
Preis: 19,90 Euro&lt;/p&gt;
			</description>
			<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
			<guid>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/08/28/niklas-maak-fahrtenbuch-roman-eines-autos/</guid>
		</item>
				<item>
			<title>Jurysitzung zum Deutsche Buchpreis 2011</title>
			<link>http://christine-westermann.de/seite/aktuelles/2011/08/25/jurysitzung-zum-deutsche-buchpreis-2011/</link>
			<description>
					&lt;p class=&quot;fright&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://deutscher-buchpreis.de/&quot;&gt;&lt;img src=&quot;/files/media/buchpreislogo-klein.jpg&quot; title=&quot;Externer Link: Deutscher Buchpreis 2011 Homepage&quot; alt=&quot;Externer Link: Deutscher Buchpreis 2011 Homepage&quot; /&gt;&lt;/a&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;In diesem Jahr entscheiden sechs Juroren über den Deutschen Buchpreis 2011. Gelesen, bzw. angelesen haben alle Juroren mehr als zweihundert Bücher. Welches dieser  Bücher gehört zu den zwanzig besten des Jahres 2011? Wer kommt auf die Longlist? Fast acht Stunden diskutierten darüber mehr als engagiert zwei Männer und vier Frauen am 4. August in Frankfurt a. Main. &lt;em&gt;Sechs Menschen, sechs Meinungen&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;

 
                                	&lt;p&gt;Immerhin: Vier meiner Favoriten finden sich auf der Liste der zwanzig besten Bücher wieder.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;1. »Adams Erbe« / Astrid Rosenfeld/Diogenes Verlag&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Es spielt in Berlin und Warschau, im Mittelpunkt stehen der kleine Eddy und seine jüdische Familie. Von seinem Großonkel Adam erzählt die Verwandtschaft nur sehr vage und vorsichtig, ihn umgibt ein großes Geheimnis, hinter das der kleine Eddy aber erst kommen wird, wenn er längst erwachsen ist.  Jahrzehnte nach dem Tod der Großmutter entdeckt er auf dem Dachboden ein braunes Paket. Darin eingewickelt: Liebesbriefe, geschrieben im Warschauer Ghetto, &lt;br /&gt;
Briefe von Adam an eine gewisse Anna. Liebeserklärungen, die Anna nie erreicht haben.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;2. »Leon und Louise« / Alex Capus/HanserVerlag&lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Die Handlung spielt in Frankreich. Es ist die Geschichte einer großen Liebe, der Kriege nichts anhaben können und die Zeit sowieso nicht. 68 Jahre  im Leben zweier Menschen, die nie zusammenleben, aber doch ein grandioses, ein bezauberndes  Liebespaar werden. Ihre Liebe beginnt im ersten Weltkrieg, irgendwo an der französischen Atlantikküste. Als Leon und Louise bei einem Ausflug in einen Bombenangriff geraten, getrennt werden und schwer verletzt in einer Klinik zu sich kommen, halten sie einander für tot. Zehn Jahre später, Leon ist schon verheiratet und lebt in Paris, sieht er Louise in einer vorbeifahrenden Metro. Sie treffen sich, verbringen eine Nacht, aber sie werden nicht zusammenkommen. Nicht für immer. Nur manchmal. Aber das stört sie nicht. Sie  leben in der fröhlichen Gewissheit, dass ihre große Liebe füreinander nie enden wird. Und sie behalten recht. &lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;3. »Gruber geht« / Doris Knecht/Rowohlt Verlag &lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Die Handlung : Sie spielt in Wien, Berlin Zürich. Gruber ist ein gutaussehender, sehr erfolgreicher Manager, dessen Leben aus Business Class-Flügen, Designerapartment und attraktiven Frauen besteht. Ganz nebenbei ist er auch noch ein Kotzbrocken, aber das stört ihn nicht weiter. Das, was an diesem Typen so beeindruckend ist, fällt in sich zusammen, als Gruber erfährt, dass er einen Tumor im Bauch hat. Und jetzt ? &lt;br /&gt;
Jetzt beginnt eine wirklich gute Geschichte.&lt;/p&gt;

	&lt;h3&gt;4. »Sunset« Klaus Modick / Eichborn Verlag  &lt;/h3&gt;

	&lt;p&gt;Die Handlung spielt in Los Angeles, in Berlin, in den &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;USA&lt;/span&gt;, in der &lt;span class=&quot;caps&quot;&gt;DDR&lt;/span&gt; und der Bundesrepublik. Sunset beschreibt einen Tag im Leben des bekannten deutschen Schriftstellers Lion Feuchtwanger, der vor der Nazidiktatur nach Kalifornien floh und nicht mehr nach Deutschland zurückkehrte.  An einem August-Tag im Jahr 1956 bekommt er in seinem Haus in Los Angeles ein Telegramm aus Ost-Berlin. Sein Freund und geschätzter Kollege Bertold Brecht ist tot. &lt;br /&gt;
Eine Nachricht , die viele Erinnerungen wachruft und eine Zeitreise in Gang setzt. &lt;/p&gt;

	&lt;p&gt;Bei der nächsten Jurysitzung Anfang September müssen aus den zwanzig Vorschlägen die sechs besten für die &lt;strong&gt;Shortlist&lt;/strong&gt; gewählt werden. Und was für die Longlist galt, gilt dann für die Shortlist: &lt;em&gt;sechs Menschen, sechs Meinungen&lt;/em&gt;.&lt;/p&gt;
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			<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 00:00:00 +0200</pubDate>
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